Anders als beim Menschen, bei dem ein Kreuzbandriss eine typische Sport- oder Unfallverletzung darstellt, ist ein solches Trauma als (alleinige) Ursache beim Hund eher selten.
Hier handelt es sich in der Regel vielmehr um einen sogenannten „degenerativen Prozess“, der auch durch die besondere Anatomie des Hundes bedingt ist. Zusammengefasst: Durch den Winkel der Gelenkflächen zueinander sowie durch die daraus resultierende Einwirkung von Gewicht und Belastungen auf das Hunde-Knie ist besonders das vordere Kreuzband permanent stark beansprucht. Nach und nach wird es dadurch zunehmend geschädigt, bis es schließlich reißen kann.
Neben der genetischen Disposition einiger Hunderassen gelten besondere Belastungen, zum Beispiel das Springen aus großer Höhe oder das abrupte Bremsen beim Spielen, ebenso zu den Risikofaktoren wie Übergewicht oder die individuelle Stellung des Kniegelenks.